Zum Inhalt springen

Unser Netzwerk
Ideen- und Projektpartner:innen

Zahlreiche Institutionen, Museen, Sammlungen und Projekte
befassen sich mit dem kolonialen Erbe.

Unsere alphabetische Sammlung soll dabei unterstützten,
gemeinsam neue Perspektiven auf das koloniale Erbe in
Thüringen zu entwickeln.

Arbeitsgruppe „Koloniales Erbe und Rassismuskritische Bildungsarbeit“

mehr Informationen

Seit dem Semester 2021/2022 gibt es die Arbeitsgruppe „Koloniales Erbe und rassismuskritische Bildungsarbeit“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der die Historiker Joachim Bauer und Stefan Gerber, der Biologiedidaktiker Uwe Hoßfeld sowie der Archäologe/Anthropologe Enrico Paust angehören. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist die Erforschung und Klärung der Herkunft der universitären Sammlungsbestände, um insbesondere im Falle von human remains, d.h. menschlicher Überreste, eine Rückgabe an die Herkunftsgesellschaften anzustoßen. 2021 hat das Expertenteam die Publikation „Ernst Haeckels koloniale Schädel“ herausgegeben, die die Ergebnisse eines vom Zentrum Deutsche Kulturgutverluste finanzierten Forschungsprojekts bündelt. Ziel des Projekts war die Klärung der Provenienzen von acht Schädeln aus der ehemaligen Osteologischen Sammlung und dem Phyletischen Museum der Universität Jena, wobei jedoch auch die Grenzen deutlich wurden, koloniale Objektbiografien lückenlos zu rekonstruieren. Die in diesem Projekt erarbeiteten Erkenntnisse dienen als methodische Grundlage für eine kommende vollständige Aufarbeitung des Sammlungsgutes an der Universität Jena.

JENA

FORSCHUNG

SAMMLUNG

AUSTAUSCH

PROJEKTE

Campus Gotha

mehr Informationen
Forschungszentrum Gotha
Forschungsbibliothek Gotha

Die Forschungsbibliothek Gotha forscht und unterstützt Forschung. Sie versteht sich als Teil der nationalen und internationalen Frühneuzeit- und Neuzeitforschung. Sie ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Universität Erfurt und zugleich wissenschaftliche Informations- und Serviceeinrichtung. Mit ihren kulturhistorisch bedeutenden Sammlungen ist sie Teil des kulturellen Erbes Thüringens und Europas.

Die Forschungsbibliothek Gotha ist Teil der auf Schloss Friedenstein vereinten Sammlungen des 1640 bis 1825 bestehenden Herzoghauses Sachsen-Gotha-Altenburg und der zwischen 1826 und 1945 in Gotha gesammelten Bestände des Herzoghauses Sachsen-Coburg und Gotha. Sie bildet mit den musealen Sammlungen, dem Geheimen Archiv, dem Herzoglichen Museum und den ehemaligen herzoglichen Gemächern sowie der Parklandschaft ein einzigartiges Sammlungs-, Bau- und Gartenensemble von europäischem Rang.

Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt mehr als 715.000 gedruckte Werke, darunter etwa 350.000 Drucke des 16. bis 19. Jahrhunderts. Hinzu kommen circa 11.500 Handschriften. Den Kern ihrer bis etwa 1850 universal ausgerichteten Bestände bildet die hervorragende Sammlung von Handschriften, Autographen und Nachlässen zur Kulturgeschichte des Protestantismus in der Frühen Neuzeit. Die Sammlung von etwa 3.500 orientalischen Handschriften zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland. Die Bibliothek bewahrt daneben eine bedeutende Briefsammlung deutscher Auswanderer nach Amerika aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert


Die Sammlung Perthes vereint die historischen Überlieferungen dreier Wissenschaftsverlage   

des Verlages Justus Perthes Gotha
der Geographischen Verlagsanstalt Justus Perthes Darmstadt und   
des VEB Hermann Haack Geographisch-Kartographische Anstalt Gotha

Als einziges auf dem europäischen Kontinent erhaltenes Kartenverlagsarchiv enthält sie einzigartiges Quellenmaterial zur Entwicklung der Kartographie und Geographie im 19. und 20. Jahrhundert. In der Geschlossenheit und Verflechtung ihrer Bestände dokumentiert die Sammlung die letzte Phase des Entdeckungszeitalters, während der das Innere der nichteuropäischen Kontinente und die Polargebiete erforscht wurden. Die bei Perthes verlegten Karten, Atlanten und Zeitschriften, allen voran „Stielers Handatlas“ und „Petermanns Geographische Mitteilungen“, prägten bis weit in das 20. Jahrhundert hinein das wissenschaftliche Bild der Erde und popularisierten es für eine breite Öffentlichkeit. Genealogisch-statistische Publikationen bildeten den zweiten Schwerpunkt des Verlagsprofils, insbesondere der „Almanach de Gotha“/„Gothaische Hofkalender“ als das maßgebliche biographische Lexikon des europäischen Adels. Die Sammlung Perthes wurde vom Freistaat Thüringen 2003 mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder erworben und in die Forschungsbibliothek Gotha integriert.

Forschungskolleg Transkulturelle Studien – Sammlung Perthes

GOTHA & ERFURT

FORSCHUNG

ARCHIV

BIBLIOTHEK

AUSTAUSCH

PROJEKTE

Ernst-Haeckel-Haus

mehr Informationen

Das Ernst-Haeckel-Haus ist eine Einrichtung der Fakultät für Biowissenschaften. Es besteht aus dem Lehrstuhl für Geschichte und Philosophie der Naturwissenschaften, einem Museum und Archiv. Das Museum widmet sich der historisch-kritischen Aufarbeitung des Lebens und Werkes des Evolutionsbiologen Ernst Haeckel (1834-1919). Ausgehend von der Lehre Charles Darwins beteiligte sich Haeckel an der Begründung und Verbreitung einer neuen Biologie und Weltanschauung, die auf vielfältige Weise den Kolonialismus und Rassismus des 19. Jahrhunderts prägten.

Die in Planung befindliche Dauerausstellung, die Lehre und Forschung am Ernst-Haeckel-Haus möchten nicht nur einen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit Haeckels Werk leisten, sondern auch Diskussionen zur Rolle von Wissenschaft in der Geschichte des Rassismus anstoßen. Unsere Arbeit knüpft an die Initiativen der Universität Jena zum kritischen Umgang mit Rassismus, Sexismus und Kolonialismus an.

JENA

ARCHIV

MUSEUM

FORSCHUNG

Forschungsblog „Transimperiale Geschichte“

mehr Informationen

Das Netzwerk Transimperiale Geschichte verbindet Wissenschaftler*innen, die in kritischer Art und Weise zu Imperialismus und Kolonialismus forschen. Transimperiale Geschichte ist ein Ansatz, der von der Annahme ausgeht, dass Kolonialreiche sowohl die Weltgeschichte bis in die 1960er Jahre dominierten als auch postkoloniale Nachwirkungen hervorbrachten, die die Gesellschaften rund um den Globus bis in die Gegenwart prägen. Transimperiale Geschichte beschäftgt sich vor allem mit Verbindungen zwischen und über Imperien hinweg, die zeigen, dass koloniale Strukturen und Denkmuster kaum Grenzen kannten. Sie erstreckten sich auch bis nach Thüringen. Das Netzwerk publiziert monatlich Beiträge auf dem Blog transimperialhistory.com, auf dem Forscher*innen ein neues, faszinierendes Feld der Geschichtsschreibung erkunden.


Researchers of the History Department and the Zeitgeschichte team initiated the network and blog transimperialhistory.com. Transimperial history is an approach that begins from the assumption that empires both dominated world history until the 1960s and engendered postcolonial afterlives that continue to shape societies around the globe until the present, thus enabling us to reveal connections between and across empires. This is the first blog to bring together researchers in transimperial history and to explore a new intriguing field of historiography.

ERFURT & GLOBAL

FORSCHUNG

AUSTAUSCH

Forschungsgruppe „Freiwilligkeit“

mehr Informationen

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe beschäftigt sich mit Freiwilligkeit als politische Praxis in Geschichte und Gegenwart. Grundannahme ihrer Forschung in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen an den Universitäten Jena und Oldenburg ist, dass vielfältige Arten von „Freiwilligkeit“ von zentraler Bedeutung für das Regieren unterschiedlicher Gesellschaften sind. In mehreren Teilprojekten wird „Freiwilligkeit“ u.a. auch in (post)kolonialen Gesellschaften oder transnationalen Migrationsprozessen behandelt.

ERFURT

FORSCHUNG

AUSTAUSCH

Nachwuchsnetzwerk „Historische Afrikaforschung“

mehr Informationen

Die Geschichtsforschung zu Afrika an der Universität Erfurt hat sich seit Jahren kontinuierlich intensiviert. Insbesondere die Afrika-Bestände der Sammlung Perthes sind durch zahlreiche Mitarbeiter*innen, Gastwissenschaftler*innen und Stipendiaten*innen beforscht worden. 

Mittlerweile geht die Beschäftigung mit der Geschichte Afrikas deutlich über die Arbeit mit den Beständen der Sammlung Perthes hinaus. So verfolgen mehrere Doktorand*innen und Habilitand*innen Projekte mit Afrikabezug und widmen sich einer Vielfalt von Fragen und Themenfeldern. Um die bestehenden Projekte, Initiativen und Kooperationen zu Afrika an der Universität Erfurt zu vernetzten, wurde im November 2020 die Arbeitsgruppe Historische Afrikaforschung gegründet, die im Februar 2022 zum Nachwuchsnetzwerk ausgeweitet wurde. Hierdurch wurde ein Forum geschaffen, in dem die Beteiligten wechselseitig von ihren diversen Regionalexpertisen und Themenkompetenzen profitieren sowie sich bei ihren Aktivitäten (z. B. Vortragseinladungen, Veranstaltungsorganisation, Antragsstellung) unterstützen. Dabei betont die Bezeichnung „historische Afrikaforschung“ das historische Interesse der Gruppe und signalisiert zugleich Offenheit auch für potenzielle Mitglieder aus anderen Disziplinen als der Geschichtswissenschaft, die dieses Interesse teilen.

ERFURT

FORSCHUNG

AUSTAUSCH

PROJEKTE

Phyletisches Museum

mehr Informationen

Das Phyletische Museum widmet sich vor allem der Stammesgeschichte (Phylogenese) – ein Begriff, der von seinem Gründer Ernst Haeckel geprägt wurde. Am 30. Juli 1908 übergab Haeckel das Gebäude der Universität Jena. Heute ist das Museum Teil des Institutes für Zoologie und Evolutionsforschung. Das Haus widmet sich den klassischen Bereichen eines naturkundlichen Forschungsmuseums: Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln. Der Aufbau der zoologisch-paläontologischen Sammlungen in Jena begann mit dem Ankauf des Walchschen Naturalienkabinettes im Jahr 1779 durch Herzog Carl August von Sachsen-Weimar. Eine enorme Erweiterung, der zuerst als herzogliche Kunstkammer entstandenen Sammlung, fand unter dem Direktorat von Ernst Haeckel ab 1907 statt, der seine umfangreichen Aufsammlungen vom Roten Meer, Indischen Ozean und Ceylon (Sri Lanka) einbrachte. Später folgten die Expeditionsausbeuten von Richard Semon (Malaiisches Archipel und Australien), Ludwig Plate (Ceylon) und Jürgen Harms (Java und Sumatra). Hinzu kamen Ankäufe und Schenkungen von Insekten-, Conchilien- und Fossiliensammlungen. Durch Ernst Haeckel gelangten zudem human remains, d.h menschliche Überreste, in die Sammlung des Phyletischen Museums. In einem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekt konnte anhand der schriftlichen Quellen rekonstruiert werden, dass ein aus Papua stammender Schädel durch Haeckel für die Sammlung erworben wurde. Im Jahr 2022 wurden sterbliche Überreste der Ahnen – iwi kupuna genannt – die sich in den Sammlungsbeständen befanden, an eine Delegation aus Hawaii restituiert.

JENA

MUSEUM

SAMMLUNG

VERANSTALTUNGEN

FORSCHUNG

Ein Projekt fehlt noch?

Wir erweitern und aktualisieren diese Seite stetig und freuen uns über Anregungen!